Begriff · System

Was ist ein ERP-System?

Enterprise Resource Planning — kurz ERP — ist eine integrierte Software, die alle Kernprozesse eines Betriebs in einem System bündelt. Statt fünf Insel-Lösungen ein gemeinsamer Datenstamm.

Kurzdefinition
ERP — Enterprise Resource Planning

Eine integrierte Software, die alle Kernprozesse eines Unternehmens in einem System abbildet: Einkauf, Lager, Produktion, Vertrieb, Buchhaltung, Personal — auf gemeinsamer Datenbasis, ohne Medienbrüche.

Erklärung

Was macht ein ERP konkret?

Stell dir vor: Ein Kunde bestellt online. Im Idealfall passiert dann automatisch — ohne dass jemand etwas eintippt — Folgendes: Bestellung wird gebucht, Lagerbestand reduziert, Rechnung erstellt, Buchhaltung aktualisiert, der Disponent sieht den neuen Auftrag, das Lager druckt einen Picking-Beleg, der Versand bekommt eine Adresse. Genau das macht ein ERP: ein Vorgang löst alle nötigen Folgeschritte aus.

Typische ERP-Module

  • Warenwirtschaft — Lagerbestand, Einkauf, Lieferanten
  • Verkauf — Angebote, Aufträge, Rechnungen
  • Buchhaltung — Finanzbuchhaltung, Kostenstellen, GuV
  • Personal — Stammdaten, Lohnabrechnung, Zeiterfassung
  • Produktion — Stücklisten, Fertigungsaufträge, Kapazitätsplanung
  • CRM — Kundenkontakte (siehe CRM)
  • Reporting — Auswertungen über alle Bereiche hinweg

Warum die Integration wichtig ist

Der Unterschied zu „mehreren Software-Tools nebeneinander" liegt in der Single Source of Truth: Der Kundenstamm existiert nur einmal, der Artikelstamm existiert nur einmal, der Lagerbestand wird nur einmal geführt. Kein doppeltes Tippen, keine widersprüchlichen Zahlen, keine Excel-Brücken zwischen den Systemen.

Praxis

Wann lohnt sich ein ERP?

📦
Wachsender Handel
Wenn Lager, Versand und Buchhaltung getrennte Insellösungen sind, gewinnt ein ERP enorm Zeit.
🏭
Produktion
Stücklisten, Fertigungsaufträge, Materialbedarf — ohne ERP wird's schnell unübersichtlich.
🚚
Logistik
Touren, Aufträge, Tankkosten, Fahrer-Zeiten — alle Daten zusammen.
👥
Ab ~10 Mitarbeitern
Mit wachsendem Team wachsen die Schnittstellen. Ein ERP verhindert Chaos.
Häufige Fragen

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen CRM und ERP?
Ein CRM fokussiert sich auf den Kundenkontakt — Daten, Verläufe, Anfragen. Ein ERP steuert den gesamten Betrieb: Lager, Einkauf, Personal, Buchhaltung. Das CRM ist oft ein Modul innerhalb eines ERP.
Brauche ich als Kleinbetrieb ein ERP?
Ein vollständiges ERP ist für die meisten Kleinbetriebe Overkill. Sinnvoller sind modulare Lösungen, die nur die Bereiche abdecken, die du wirklich brauchst — genau diesen Ansatz verfolgt AnvaCode.
Was kostet ein ERP?
Klassische ERPs wie SAP oder Microsoft Dynamics kosten ab fünfstellig pro Jahr. Modulare Lösungen für lokale Betriebe — wie wir sie bauen — starten im mittleren dreistelligen Monatsbereich, abhängig vom Umfang.
Wie lange dauert eine ERP-Einführung?
Klassische ERPs: 6-18 Monate. Modulare Schritt-für-Schritt-Lösungen lassen sich in 2-8 Wochen produktiv setzen — Modul für Modul.
Weiter im Glossar

Verwandte Begriffe